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18.12.2013 / Inland / Seite 5

Hart, härter, PIN AG

Berliner Zusteller streiken für einen Tarifvertrag. Der Arbeitskampf eskaliert zusehends

Michael Merz
Seit 2002 arbeitet Robert Pinkus als Zusteller beim privaten Postdienstleister PIN Mail AG in Berlin. Der Job ist mit den Jahren immer härter geworden. »Es gab eine extreme Leistungsverdichtung aufgrund immer höherer Zustellzahlen«, sagte Pinkus am Dienstag. Zu lang habe die PIN AG gezögert, Touren zu optimiere. Hinzu komme eine Unternehmenskultur der Sanktionen – Gesprächsnotizen, Abmahnungen, Kündigungen. »Unser Chef, Herr Stirl, weiß gar nicht, wie es der Basis geht«, ist sich Robert Pinkus sicher. »Er erzählt uns gegenüber ziemlich viel, vergißt dann aber, es umzusetzen.«

Am 6. Dezember ist ein großer Teil der Mitarbeiter in einen Streik getreten. Seit 10. Dezember sind über 200 Beschäftigte unbefristet im Ausstand. Sie wollen nichts weiter als einen Tarifvertrag. Die Forderung von ver.di ist 9,37 Euro Stundenlohn. Kein Zuckerschlecken ist der Job der Zusteller und hart wird auch der Arbeitskampf geführt. Mitarbeiter werden mit Streikbruchprämi...

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