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18.12.2013 / Ausland / Seite 7

Land im Abwärtssog

Jahresrückblick 2013. Heute: Afghanistan. Chaos nach zwölf Jahren NATO-Besatzung. Über 80 Prozent Analphabeten. Militärische Präsenz bleibt nach »Abzug« erhalten

Knut Mellenthin
In Afghanistan beginnt in wenigen Tagen das Jahr des »Abzugs« der USA und ihrer Verbündeten, der bis Ende 2014 abgeschlossen sein soll. Den leidgeprüften Afghanen, deren Leben nun schon seit 33 Jahren durch ununterbrochenen Krieg und Bürgerkrieg geprägt wird, stehen vermutlich wieder etliche Festakte, verlogene Reden eingeflogener westlicher Politiker, Fahneneinholungen und ähnlicher Unsinn bevor.

Tatsache ist jedoch, daß mit diesem zur Schau gestellten »Abzug« die Militärintervention der NATO noch lange nicht zu Ende sein soll: Mindestens bis 2024, also noch weitere elf Jahre von jetzt an gerechnet, will die US-Regierung in Afghanistan »militärisch präsent« bleiben. Es wird damit gerechnet, daß die USA zwischen 10000 und 15000 Mann dauerhaft in Afghanistan behalten wollen. Hinzu kämen wahrscheinlich mehrere tausend Soldaten aus anderen Ländern, darunter 600 bis 800 Deutsche, so daß sich eine Summe von etwa 20000 ergäbe.

Grundlage dafür ist das Stationi...



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