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18.12.2013 / Inland / Seite 8

»Sorge über die Neuauflage einer Überwacherkoalition«

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fürchtet, daß ihm die Arbeit nicht ausgehen wird. Ein Gespräch mit Kai-Uwe Steffens

Ralf Wurzbacher
Der Physiker und Informatiker Kai-Uwe Steffens ist Sprecher des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat)

Wie beschließt eigentlich ein passionierter Datenschützer wie Sie das Jahr 2013? Mit einem Prosit auf den NSA-Enthüller Edward Snowden?

Auf jeden Fall mit Dankbarkeit für seine mutigen Taten. Aber auch mit Entsetzen über die sträfliche Untätigkeit der Bundesregierung in dieser Sache, und mit großer Sorge über die Neuauflage einer schwarz-roten Überwacherkoalition. Was bedeutet, daß uns die Arbeit nicht ausgehen wird.

Die Gewißheit, als Bürger praktisch rund um die Uhr und auf Schritt und Tritt ausgespäht zu werden, spornt Sie also an?

Durchaus, wenn man den Zorn über diese unsäglichen Zustände in Tatendrang umsetzt. Man muß dabei natürlich aufpassen, daß man die Überwachung abseits von NSA und ihres britischen Gegenstücks GCHQ nicht aus den Augen verliert. Die geplante Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, also der anlaßlosen Überwach...

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