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14.12.2013 / Inland / Seite 5

Erdgas statt Endlager?

Land Niedersachsen erteilt »Aufsuchungserlaubnis« für Öl und Gas. Bedenkliche Nähe zu Gorlebener Salzstock

Reimar Paul
Wird die Endlagersuche in Gorleben auf kaltem Weg beerdigt? Die niedersächsischen Bergbehörden haben dem in Mainz ansässigen Unternehmen »Geo Exploration Technologies« die Erlaubnis erteilt, im Wendland nach Erdöl und Erdgas zu suchen. Das ausgewiesene Suchfeld erstreckt sich von Lemgow im Südwesten bis zur Elbe bei Schnackenburg im Nordosten, von Klein Breese im Westen bis an die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt im Osten. Es ist rund 160 Quadratkilometer groß und reicht an einer Stelle bis auf 350 Meter an den Gorlebener Salzstock heran, der seit Ende der 1970er Jahre auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktiven Atommüll untersucht wird. Von den oberirdischen Gebäuden des Bergwerks ist das Feld etwa vier Kilometer entfernt.

Daß in dem Gebiet künftig nach fossilen Brennstoffen gesucht werden soll, hat die örtliche Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz sehr überrascht. »Wenn hinter dieser Entscheidung der Plan steht, daß Gorleben als Atommüllendlager au...

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