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12.12.2013 / Feuilleton / Seite 12

Auf den Zahn gefühlt

Joe Bageants Reportagen zeigen, was sich in den USA ändern muß

Michael Saager
Das ungewaschene Amerika der Arbeiterschicht« ist ein »unkultivierter Mob«. Es tapst regelmäßig in die Kirche, um sich von Predigern »die Unfehlbarkeit der Bibel« erläutern zu lassen. Es geht jagen und fischen und läßt sich bei »Country- und Westernmusik von Teddy and the Starlight Ramblers im Egale’s Club« mit Bud Light vollaufen. Seine Bewohner haben keine Ahnung, »wo sich Länder wie Irak oder Frankreich auf der Weltkarte befinden, vorausgesetzt, daß sie überhaupt einen Atlas besitzen«.

So also sieht es aus, das Proletariat des provinziellen Amerikas. Meint jedenfalls Joe Bageant, Autor des lesenswerten essayistischen Reportagenbandes »Auf Rehwildjagd mit Jesus«. Bageant könnte es wissen, er stammt aus West Virginia, einem der ärmsten Staaten im Osten der USA. Genauer gesagt kommt er aus der Kleinstadt Winchester. »Die Gegend ist fest in der Hand von christlichen Fundamentalisten und Neokonservativen, durchdrungen von der düsteren ultraprotestant...

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