12.12.2013 / Inland / Seite 4

Kurzer Prozeß für Roma

Zwar wird über Asylanträge immer schneller entschieden, aber ausgerechnet Kinder müssen länger warten

Ulla Jelpke
Asylanträge von Schutzsuchenden aus Serbien und Mazedonien werden immer schneller bearbeitet und fast ausnahmslos abgelehnt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die erkundigt sich regelmäßig nach Details aus der Asylstatistik eines jeden Quartals, die in den Massenmedien kaum Berücksichtigung erfahren.

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht vor, die Westbalkanstaaten zu »sicheren Drittländern« zu erklären, Asylanträge würden dann nicht mehr ordentlich geprüft. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer der Anträge ist schon jetzt extrem niedrig: Bei Antragstellern aus Serbien lag sie im zurückliegenden Quartal bei knapp über zwei, aus Mazedonien bei zweieinhalb Monaten. Ein Schutzanspruch wurde gerade einmal 14 Antragstellern aus Serbien, Mazedonien sowie Bosnien-Herzegowina zugesprochen, das sind jeweils zwischen 0,1 und 0,6 Prozent. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat allerdings erst d...

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