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12.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Polizei räumt – und geht

Proteste im Zentrum von Kiew halten an. Ukraines Oppositionspolitiker ergehen sich in Gewaltphantasien. Regierung verhandelt mit EU und USA

Reinhard Lauterbach
In Kiew haben in der Nacht zum Mittwoch starke Polizeikräfte die Barrikaden geräumt, die Anhänger der Pro-EU-Opposition rund um den zentralen Unabhängigkeitsplatz errichtet hatten. Obwohl die Polizisten nach Augenzeugenberichten vom Morgen die Menge nur mit ihren Schilden zurückdrängten und keine Knüppel einsetzten, wurden später etwa 30 Verletzte gezählt. Unter ihnen sind offenbar vorwiegend Anhänger der rechten Partei »Swoboda« (Freiheit), die die militante Auseinandersetzung mit der Staatsmacht geradezu sucht. Der ukrainische Innenminister Jurij Sacharenko erklärte, Ziel der Aktion sei nur gewesen, die blockierten Straßen im Stadtzentrum wieder passierbar zu machen; das Recht auf friedliche Demonstrationen werde nicht angetastet.

Unverrichteter Dinge endete am Mittwoch vormittag der Versuch von Einheiten der Antiaufstandspolizei »Berkut«, auch das seit Tagen von EU-Anhängern besetzte Kiewer Rathaus zu räumen. Am Mittag zogen sie sich unter dem Jubel d...

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