09.12.2013 / Inland / Seite 5

Stigmata statt Schutz

Sexarbeiterinnen und Opposition kritisieren Koalitionspläne zu Verschärfung des Prostitutionsgesetzes

Jana Frielinghaus
Sexarbeiterinnen werden stigmatisiert, ihre Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert. Zugleich wird Opfern von Menschenhandel auch künftig kein wirksamer Schutz geboten. Dies kritisieren der »Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen« sowie die Fraktionen von Linkspartei und Grünen im Bundestag an den Vorschlägen von CDU, CSU und SPD zur angeblichen Verbesserung der Rechtssituation von Prostituierten und zur Bekämpfung der Zwangsprostitution.

Am Dienstag hatte Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) in Berlin Eckpunkte für eine »grundlegende Reform« des Prostitutionsgesetzes präsentiert. Dazu gehören unter anderem eine stärkere Kontrolle der Bordelle und eine »Erlaubnispflicht« für die Häuser. Jede Imbißbude werde derzeit besser kontrolliert als eine Prostitutionsstätte, behauptete Krings. Außerdem sollen Strafen gegen Freier, »die wissentlich und willentlich die Zwangslage der Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution ausnutzen und die...

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