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09.12.2013 / Ausland / Seite 6

Schüsse gegen Friedensprozeß

Türkei: Polizei tötet Demonstranten. PKK droht mit Wiederaufnahme des Kampfes

Nick Brauns
Nach dem Tod von zwei kurdischen Demonstranten durch Polizeikugeln ist es am Wochenende in mehreren Städten der Türkei zu Protesten gekommen. Am Freitag hatte die Polizei in Yüksekova in der Gebirgsprovinz Hakkari eine Demonstration des »Vereins von Getöteten und Verschwundenen« (MEYA-DER) attackiert, mit der Tausende Menschen gegen die Zerstörung von Gräbern gefallener Guerillakämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) durch Soldaten protestiert hatten. Als sich Jugendliche mit Steinwürfen und Molotowcocktails gegen den Angriff wehrten, eröffneten die mit Panzerwagen aufgefahrenen Sondereinheiten das Feuer. Dabei wurden der 35jährige Resit Isbilir und sein 34jähriger Neffe Veysel Isbilir getötet. Anschließend schoß die Polizei Gasgranaten in das Krankenhaus, in dem sich Angehörige der Opfer versammelt hatten.

Auch nach der Beisetzung der Getöteten am Samstag attackierte die Polizei am Friedhof die Trauernden. Dabei wurde ein Teilnehmer lebensgefährlich...

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