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04.12.2013 / Feuilleton / Seite 13

Mit Peitsche

»Blancanieves«, ein parodistischer Film über das protofaschistische Spanien der späten 1920er

Peer Schmitt
Wenn man einen überkommenen Stil exzessiv zitiert, parodiert, dann ist das Ergebnis zwangsläufig Manierismus. Wenn der resultierende Manierismus schließlich selbst Zitatobjekt wird, dann wird es kompliziert, dann erhält man plötzlich … Kritik.

So ein Fall ist Pablo Bergers Film »Blancanieves«, dem der deutsche Verleih den überflüssigen Untertitel »Ein Märchen von Schwarz und Weiß« beigegeben hat, statt schlicht und korrekt zu übersetzen: »Schneewittchen«. So eine Schlichtheit bringt gleich ein ganz anderes Pathos mit sich. Schlicht ist der Film allerdings ganz und gar nicht.

Er kommt als die Parodie eines Stummfilms aus den 1920ern mit unzähligen Zitaten daher. Das ist nicht nur einfach Schneewittchen. Da sind auch Garcia Lorca, Picasso und eine kleine Kulturgeschichte des Stierkampfs, Buñuel, Tod Brownings Film »Freaks« (1932) u.v.a.m.

Was wäre eigentlich aus Carmen geworden, hätte sie nicht in der Zigarettenfabrik gearbeitet, sondern als Tänze...





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