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02.12.2013 / Thema / Seite 10

Dominanz des Militäradels

Vorabdruck. Preußen und seine Armee waren die hegemonialen Kräfte im Kaiserreich. Das Klassenwahlrecht sicherte den ostelbischen Junkern ihre Vormachtstellung

Heiner Karuscheit
2014 wird sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal jähren. Heiner Karuscheit untersucht in seinem in diesen Tagen erscheinenden Buch »Deutschland 1914. Vom Klassenkompromiß zum Krieg« die Formierung der innergesellschaftlichen Kräfte des Kaiserreichs. Er kommt in seiner Analyse zu dem Schluß, daß die preußische Herrschaftskaste die treibende Kraft für den Beginn des Krieges war. An dieser Stelle dokumentiert jW einen leicht gekürzten Auszug des vierten Kapitels »Die Sicherung der alten Ordnung« über die Kräfteverhältnisse in Preußen.

An der aus Preußen überkommenen Stellung des Militärs änderte die Reichsgründung (im Jahre 1871; Anm. d. Red.) nichts. Die Armee, die bei Unruhen jederzeit im Innern eingesetzt werden konnte, stand außerhalb der Verfassung und nahm ihre Befehle ausschließlich vom preußischen König entgegen, der nunmehr zugleich deutscher Kaiser war. Der innere Kern der Macht, die bewaffnete Gewalt, verblieb also in der Hand des Ad...

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