30.11.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Super Geschäft für Spekulanten«

Für die arme Bevölkerung in New York ist das Leben nach Hurrikan »Sandy« noch prekärer als zuvor. Ein Gespräch mit Natalie Benelli

Volker Hermsdorf
Die Schweizer Soziologin Dr. Natalie Benelli erlebte den Hurrikan »Sandy« 2012 in New York. Sie hat an Hilfsaktionen in den vom Wirbelsturm betroffenen Armenvierteln in Brooklyn teilgenommen. Im Juli 2013 besuchte sie auch die von »Sandy« zerstörte Stadt Santiago de Cuba

Warum sind Sie nach Kuba gereist und was haben Sie dort gesehen?

Da ein großer Teil der Medien verzerrt über Kuba berichtet, wollte ich mir selbst ein Bild von dem Land machen. Im Juli, rund neun Monate nach dem Durchzug von »Sandy«, bin ich in Santiago de Cuba und Guantánamo gewesen. Wir haben dort noch viel Zerstörungen an Gebäuden und überall in der Stadt gesehen. Im Park Cespedes, im Zentrum von Santiago, steht zum Beispiel nicht eine Palme mehr. Betroffene berichteten uns aber, daß die Regierung ihnen mit günstigen Krediten bei der Instandsetzung hilft. Außerdem werden – teils mit Unterstützung von Venezuela – viele neue Wohnungen gebaut.

Was ist vor und nach »Sandy« in K...


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