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26.11.2013 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Konsens statt Kampf

Die Aufteilung der Berliner S-Bahn wird von Gewerkschaften und Betriebsräten billigend in Kauf genommen

Ben Mendelson
Als 1994 das allgemeine Eisenbahngesetz geändert wurde«, erzählt Friedrich Klein, »nahm das Unheil seinen Lauf«. Damals wurde vom Gesetzgeber bestimmt, daß die Deutsche Bahn künftig privatrechtlich geführt werden dürfe. Infolgedessen sah sich die Belegschaft der Berliner S-Bahn, einer hundertprozentigen Bahn-Tochter, mit Schritten zur Zerschlagung und Privatisierung des Unternehmens konfrontiert, die der rot-schwarze Berliner Senat bereits auf den Weg gebracht hat: Drei Teilabschnitte des S-Bahn-Netzes sollen in einem Ausschreibungsverfahren an private Investoren vergeben werden. Klein und seine Kollegen vom »Aktionsausschuß 100 Prozent S-Bahn« lehnen dies aber grundsätzlich ab.

Deshalb begannen sie im Dezember 2011 damit, unter den S-Bahnern Unterschriften zu sammeln, um eine Gesamtbetriebsversammlung durch den Betriebsrat der S-Bahn Berlin GmbH herbeizuführen. Dort soll über Ausschreibung und Zerschlagung informiert und diskutiert werden, um Kampfmaßna...

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