25.11.2013 / Inland / Seite 2

Sprechchöre, Raketen, Festnahmen

Weit über 5000 Menschen bei Silvio-Meier-Demo. Gegenkundgebung von Neonazis

Michael Merz
Eine beeindruckende Menschenmenge zog am Samstag nachmittag durch den Berliner Stadtteil Friedrichshain. Mehr als 5000, nach Antifa-Angaben 6000, Demonstranten kamen zur diesjährigen Silvio-Meier-Demo. Das waren weitaus mehr als 2012, als sich der Tod des Antifaschisten das 20. Mal jährte. Die Demo war diesmal der prekären Lage von Asylbewerbern und ihren Forderungen gewidmet. Außerdem sollten die neonazistischen Umtriebe rund um Flüchtlingsheime angeprangert werden. Angesichts der hohen Teilnehmerzahl zeigte sich, wie aktuell die Problematik ist.

Die Demonstration startete am U-Bahnhof Samariterstraße, wo Neo­nazis Silvio Meier 1992 ermordeten. Der Hausbesetzer wurde auf der Zwi­schenebene des U-Bahnhofs erstochen. Vorausgegangen war dem Mord ein Streit, weil einer der Neonazis einen »Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein«-Aufnäher trug. Seither wird jedes Jahr an die Tat erinnert und das Gedenken mit aktuellen Anlässen verbunden.

Begleitet von Sprechch...



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