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22.11.2013 / Ausland / Seite 7

Machtkampf unter Brüdern

Türkei: Erdogan will Nachhilfekurse der Gülen-Bewegung schließen

Nick Brauns
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will die zahlreichen privaten Nachhilfeinstitute im Land per Gesetz schließen. Deren Kurse würden die Kinder »reicher Familien in städtischen Zentren« bevorzugen, begründet Erdogan sein Vorgehen gegen die Dershane genannten Nachhilfeschulen. Das Vorhaben hat zu einem Aufschrei geführt. Denn Hintergrund ist nicht die Sorge der Regierung um Gerechtigkeit im Bildungswesen, sondern ein Machtkampf im Lager des politischen Islam. Schließlich sind die Dershane die Domäne der islamisch-pantürkischen Gemeinde (Cemaat) des im US-Exil lebenden pensionierten Imams Fethullah Gülen. An den rund 3200 Nachhilfeschulen mit 100000 Angestellten, deren Besuch für ärmere Schüler gratis ist, rekrutiert die Gülen-Gemeinde einen Großteil ihrer Anhänger. Nach dem Wahlsieg der islamisch-konservativen Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) im Jahre 2002 hatte Erdogan ein Bündnis mit der Cemaat geschlossen, die über einfluß...

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