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21.11.2013 / Inland / Seite 2

»Spenden gibt es selten ohne Hintergedanken«

LobbyControl kritisiert Geldzahlung des Evonik-Konzerns an SPD und CDU. Ein Gespräch mit Christina Deckwirth

Ralf Wurzbacher
Christina Deckwirth ist Sprecherin beim Verein LobbyControl, der sich der Aufklärung über Lobbying, PR-Kampagnen und Denkfabriken verschrieben hat

Mitten in den laufenden Koalitionsverhandlungen hat der Chemiekonzern Evonik CDU und SPD mit Großspenden bedacht. Laut bundestag.de haben die Christdemokraten 70000 und die Sozialdemokraten 90000 Euro aus Essen erhalten. Warum ist das, wie Sie monierten, »brisant«? Man könnte den Vorgang auch »transparent« nennen.

Der Zeitpunkt ist brisant, weil die Spenden wenige Wochen nach der Wahl geflossen sind. Hier wurde anscheinend bewußt versucht, die Spenden aus der politischen Diskussion vor der Bundestagswahl herauszuhalten. Das ist problematisch, weil den Wählern wichtige Informationen vorenthalten werden. Wir wollen doch vor der Wahl wissen, von wem eine Partei Spenden bekommt.

Glauben Sie, dahinter stecke System?

Es scheint sich zumindest ein neuer Trend abzuzeichnen. Schon nach der sogenannten Mövenpick-Spende a...

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