19.11.2013 / Ausland / Seite 6

Der ewige Konsenskandidat

Abdelaziz Bouteflika wird in Algerien erneut als Präsident kandidieren. Die Macht bleibt bei der Armee

Sofian Philip Naceur, Kairo
Lange wurde gerätselt, ob Algeriens amtierender Präsident Abdelaziz Bouteflika bei den Präsidentschaftswahlen im April 2014 noch einmal antreten wird. Er selbst schwieg konsequent. Am Samstag verkündete Amar Saïdani, Generalsekretär der Nationalen Befreiungsfront (FLN), nach einer Sondersitzung des Zentralkomitees der Partei in Algier, diese werde Bouteflika bei der Wahl unterstützen. Das Staatsoberhaupt habe in »allen politischen, diplomatischen, wirtschaftlichen, sicherheitspolitischen und sozialen Bereichen von seiner ersten Wahl 1999 bis heute« eine »positive« Bilanz vorzuweisen, erklärte Saïdani. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe seiner Kandidatur dürfte dagegen vor allem mit anhaltenden Flügelkämpfen in der FLN zusammenhängen.

Erst im September hatte der gesundheitlich angeschlagene Bouteflika versucht, die Partei auf Linie zu bringen und setzte trotz heftigen Widerstands aus den eigenen Reihen seinen Vertrauten Saïdani als neuen Generalsekretär in der...

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