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19.11.2013 / Inland / Seite 2

»Fast jeder dritte nimmt illegale Drogen«

Selbsthilfeverbände starten eine Kampagne für die Abgabe sauberer Spritzen an Häftlinge. Ein Gespräch mit Bärbel Knorr

Markus Bernhardt
Die Gesundheits- und Sozialökonomin Bärbel Knorr ist fachliche Leiterin des Bereiches »Strafvollzug« bei der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH)

Gemeinsam mit Selbsthilfe- und Wohlfahrtsverbänden haben Sie eine Kampagne gestartet, um die Forderung nach sauberen Spritzen für Häftlinge durchzusetzen. Welche Informationen haben Sie über den Drogenkonsum hinter Gittern?

Experten gehen davon aus, daß 25 bis 30 Prozent der Gefangenen illegale Drogen nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Robert Koch Institut (RKI), das 2008 eine repräsentative Studie im Justizvollzug durchgeführt hat.

Eine weitere Erkenntnis aus der Studie ist, daß gut 21 Prozent der inhaftierten Drogennutzer schon benutzte Spritzen und Nadeln verwenden. Dabei sind Infektionserkrankungen in Gefängnissen weit verbreitet, fast 18 Prozent haben Hepatitis C, von den inhaftierten Drogengebrauchern sogar über 50 Prozent. Fast ein Prozent der Gefangenen ist außerdem mit HIV infiziert.

Würden die Gefängnisl...




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