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09.11.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Pogrom in der Kleinstadt

9. November 1938: Auch in Einbeck in Südniedersachen wurden Juden ausgeraubt, vertrieben und ermordet. Ermittlungen gegen die Täter verliefen im Sande

Christine Wittrock
Im November 1938 herrscht Pogromstimmung in der kleinen Stadt zwischen Harz und Weser. In Einbeck, einer Gemeinde mit damals 10000 Einwohnern in Südniedersachsen, läuft ähnliches ab wie im ganzen Deutschen Reich: Überall werden Synagogen angezündet und Wohnungen und Geschäftshäuser von Juden geplündert. Wie kam es dazu?

Jedes Jahr am 9. November gedachte die NSDAP ihrer Anfänge. 1938 versammelte man sich und erinnerte an den mißglückten Hitler-Putsch 15 Jahre zuvor, als die Nazis der ersten Stunde auf die Feldherrnhalle in München marschierten und die versuchte Machtübernahme der Faschisten blutig scheiterte (siehe jW-Themaseiten vom 8. November 2013).

Auch in Einbeck gedachte man feierlich dieses Tages und der »toten Helden der Bewegung«. Die SA und die SS, die Wehrmacht und viele Einwohner marschierten abends am 9. November zum Ehrenmal, wo SA-Sturmhauptführer Ewers die Gedenkansprache hielt. Mit Fackeln und Kranzniederlegung, mit Deutschlandlied und ...



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