04.11.2013 / Inland / Seite 5

Signal für Bleiberecht

Hamburg: Rund 15000 Menschen demonstrierten am Samstag gegen unmenschliche Flüchtlingspolitik. Lampedusa-Gruppe widerspricht Spaltungsgerüchten

Martin Dolzer
Gegen die Flüchtlingspolitik von EU, Bund und Ländern sind am Samstag in Hamburg nach Angaben der Veranstalter rund 15000 Menschen auf die Straße gegangen. Sie forderten zugleich ein Bleiberecht für die rund 300 aus Libyen kommenden afrikanischen Bürgerkriegsflüchtlinge, die sich in der Gruppe »Lampedusa in Hamburg« zusammengeschlossen haben. Nach Angaben der Polizei verliefen die Proteste friedlich. Rund 800 Beamte waren im Einsatz.

»Die Politiker im Senat müssen einsehen, daß die Welt nicht ihnen, sondern allen Menschen gehört. Ihr führt Kriege, treibt die Menschen in die Meere und in die Verzweiflung. Diese kraftvolle Demonstration ist ein Signal gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik, das weltweit gehört werden muß«, sagte der Schauspieler Rolf Becker. Er unterstützte ebenso wie Flüchtlinge aus mehreren Bundesländern, Sprecher von Fanclubs des St.Pauli und die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg, Anja Bensinger-Stolze,...

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