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16.10.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Dicke Autos über alles

Bundesregierung kämpft für Profite mit CO2-Schleudern: Deutschland blockiert strengere EU-Abgasnormen. Milliardäre sagen danke

Dieter Schubert
Am Montag abend kapitulierten die Umweltminister der anderen 27 EU-Staaten vor dem Willen Deutschlands. In Luxemburg stimmten sie der Forderung Berlins zu, einen bereits ausgehandelten Kompromiß zu Grenzwerten für die CO2-Emission bei Neuwagen ab 2020 doch noch zu ändern. In München, Stuttgart und Wolfsburg dürften die Topmanager der großen Automobilkonzerne wohlwollend genickt haben: Wieder ein »Angriff« abgewehrt.

Deutschland ist Autogroßmacht. BMW, Daimler und die VW-Tochter Audi verdienen bestens mit ihren XXL-Formaten. Schließlich ist laut Altkanzler Helmut Kohl immer entscheidend, was hinten rauskommt. Blöd nur, daß die hochprofitablen Bürgersteigblockierer nicht nur satte Gewinne generieren, sondern auch mächtig viel Kohlendioxid in die Luft blasen. Das schadet der Umwelt und dem Klima. In den meisten EU-Staaten, dem Europaparlament und der Brüsseler Eurokratenzentrale war man deshalb der Ansicht, der Ausstoß des Treibhausgases müsse deutlich verr...

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