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15.10.2013 / Ausland / Seite 6

Pogrom in Moskau

Rußland: Neofaschistischer Überfall und Polizeirazzia gegen Migranten

Reinhard Lauterbach
Rund 1000 russische Faschisten haben am Sonntag auf einem von Migranten aus Zentralasien betriebenen Großmarkt im Moskauer Stadtteil Birjulowo ein Pogrom veranstaltet. Unter der Parole »Rußland den Russen« verprügelten sie Beschäftigte, warfen Rauchbomben, kippten Autos um und zerschlugen Fensterscheiben. Als die Polizei erschien, warfen die Faschisten Flaschen, Steine und Abfallkörbe auf die Beamten. Knapp 400 der Randalierer wurden festgenommen; auch die berüchtigte Sonderpolizei OMON war im Einsatz.

Am Montag morgen schob die Polizei dann eine Aktion gegen »illegale« Arbeitsmigranten nach. Im Umfeld eines anderen Großmarkts wurden nach Agenturmeldungen mindestens 1200 Migranten festgenommen; es seien Waffen und große Mengen an Bargeld sichergestellt worden, teilte die Polizei mit.

Auslöser der Randale gegen die Migranten war der Mord an einem jungen Russen am vergangenen Donnerstag. Er war von einem unbekannten Täter erstochen worden, als er seine Ve...



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