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15.10.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Argentinien außer Tritt

Knapp zwei Wochen vor den Parlamentswahlen ist die wirtschaftliche Situation Hauptthema. Regierung von Präsidentin Fernández de Kirchner droht Verlust ihrer Mehrheit

Johannes Schulten
Regelmäßige Wirtschaftskrisen gehören zu Argentinien wie gegrilltes Rindfleisch und unfreundliche Taxifahrer. Seit den 70er Jahren hat das Land etwa alle zehn Jahre einen ökonomischen Totalzusammenbruch hingelegt: Zu Beginn der Militärdiktatur 1976 und an deren Ende 1983 ebenso wie 1988/89 und – mit der größten Tragweite – am Anfang des neuen Jahrtausends. Eigentlich könnte die Regierung um Cristina Fernández derzeit drei Kreuze machen. Seit ihr verstorbener Ehemann, Néstor Kirchner, 2003 zum Präsidenten gewählt wurde und das Projekt des »Kirchnerismus« einleitete, erlebt das Land die längste Phase ökonomischer Stabilität seiner jüngeren Geschichte. Profitieren wird die Regierung aller Voraussicht jedoch nicht davon, wenn am 27. Oktober die Hälfte der Mitglieder der Abgeordnetenkammer sowie ein Drittel der Senatoren gewählt werden. Im Gegenteil: Der Regierungspartei Frente para la Victoria (Front für den Sieg; FPV) droht eine Schlappe.

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