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09.10.2013 / Inland / Seite 2

»Die Auswahl dieses Gutachters ist unglücklich«

Gießener Linken-Politiker sitzt wegen angeblicher Brandstiftung im Maßregelvollzug. Ein Gespräch mit Thomas Saschenbrecker

Gitta Düperthal
Thomas Saschen­brecker ist Rechtsanwalt in ­Ettlingen bei Karlsruhe

Am Fall Gustl Mollath ist zu sehen, wie leicht es hierzulande sein kann, Menschen zwangsweise in einer psychiatrischen Einrichtung verschwinden zu lassen. Auch Ihr Mandant Dennis Stephan, Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Kreistag Gießen, ist in dieser Situation. Wie kam es dazu?

Ihm wird ein Brandstiftungsdelikt vorgeworfen, das ist allerdings unbewiesen. Ich gehe davon aus, daß das Landgericht den Tathergang aufklären wird – und nicht, wie im Fall Mollath, mit der Psychisch-Kranken-Schiene daher kommt und somit den Sachverhalt einfach als gegeben betrachtet. Seit mehr als drei Monaten ist Dennis Stephan nun in der Forensik Haina untergebracht. In seinem Fall hätte es Alternativen gegeben. Er hatte nur ein Drogenproblem. Demzufolge hätte er eine entsprechende Therapie machen können, statt daß man ihn im strengen Maßregelvollzug unterbringt, wo er bis zur mutmaßlich erst...

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