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07.10.2013 / Titel / Seite 1

Assad lädt Berlin ein

Syriens Präsident für deutsche Vermittlung. Scheidender Bundesaußenminister Westerwelle weist Vorschlag zurück. Chemiewaffenvernichtung hat begonnen

Karin Leukefeld
Nach einer Reihe von Interviews mit großen Medien aus aller Welt hat der syrische Präsident Baschar Al-Assad in der vergangenen Woche nun auch zwei Redakteure des Spiegel empfangen. Für die Meinung des Staatschefs interessierten sich die Journalisten jedoch nicht. Statt dessen erteilen sie Anweisungen: »Wären Sie ein aufrichtiger Patriot, dann würden Sie zurücktreten und den Weg freimachen für Verhandlungen…« Assad ließ sich nicht provozieren und verwies auf die Präsidentschaftswahlen im kommenden Juni. Ob er dann noch einmal antritt, ließ er offen.

In dem zweistündigen Gespräch, das der Spiegel in seiner heutigen Ausgabe veröffentlicht, betonte Assad noch einmal, sein Land habe »keine Chemiewaffen eingesetzt« und wies die Journalisten zurecht: »Das Bild, das Sie von mir zeichnen, von einem, der sein eigenes Volk umbringt«, sei ebenfalls manipuliert. Der Spiegel stütze sich auf falsche Informationen, aber »eine Lüge bleibt eine Lüge, wie immer Sie...

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