05.10.2013 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der Schwarze Kanal: Luxusproblem?

Werner Pirker
Daß die israelische Staatsführung über eine Zweistaaten-Lösung überhaupt zu reden bereit ist, liegt in der Sorge um den exklusiv-jüdischen Charakter des Staates Israel begründet. Die zionistische Siedlerexpansion in den besetzten Gebieten entspricht keinen multiethnischen Vorstellungen, sondern der fortdauernden Verdrängung der Palästinenser aus ihren angestammten Gebieten.

Die »Emanzipatorische Linke« fühlt sich der auf die Unterstützung des zionistischen Projekts gerichteten deutschen Staatsräson ganz besonders verpflichtet. Der Kriegstreiberrhetorik der Antideutschen aber weiß sich diese von der Linksparteivorsitzenden Katja Kipping mitgegründete parteiinterne Strömung indessen weitgehend zu entsagen – man ist immerhin Teil einer Antikriegspartei. Diese Zurückhaltung gilt freilich nicht für all ihre regionalen Gliederungen.

So zum Beispiel im westdeutschen Norden, wo unter den Organisatoren einer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holste...



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