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04.10.2013 / Inland / Seite 5

Die Sünden anderer

Rolle des Verfassungsschützers »Klein Adolf« erneut Thema im NSU-Prozeß. Mutter eines Ermordeten bittet die Angeklagte Zschäpe um Aufklärung

Claudia Wangerin, München
Der Tod des 21jährigen Halit Yozgat am 6. April 2006 in Kassel war auch Mittwoch Thema der Beweisaufnahme im Münchner Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU).

An die schweigende Hauptangeklagte Beate Zschäpe richtete die Mutter des Ermordeten zunächst einen bewegenden Appell. »Ich spreche als Mutter, als eine Geschädigte. Ich bitte Sie, daß Sie all diese Vorfälle aufklären«, sagte Ayse Yozgat auf Türkisch, ein Dolmetscher übersetzte. Sie denke, daß Frauen sich gegenseitig verstehen. Seit sieben Jahren könne sie nur zwei Stunden am Stück schlafen. Sie fühle sich beeinträchtigt, sagte die Nebenklägerin. »Ich bitte um Aufklärung. Nicht, daß Sie die Sünden anderer übernehmen.« Zschäpe, die aufmerksam zuhörte, ist als Mittäterin bei zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen angeklagt, die sie gleichberechtigt mit ihren inzwischen toten Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt geplant haben soll.

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