30.09.2013 / Thema / Seite 10

Ästhetik der Extreme

Vorabdruck. Moderne Kunst als Widerspruchsfeld – von Aufbruch und Zerfall, Utopie und Regreß, Humanität und Barbarei

Thomas Metscher
Die Geschichte des Kunstbegriffs in der Moderne ist untrennbar verbunden mit der Geschichte der Kunst selbst. Und diese ist Teil der Gesellschaftsgeschichte des entwickelten Kapitalismus, seiner Transformation in jene formationsgeschichtliche Gestalt, die seit Lenins und Luxemburgs Tagen marxistisch als »Imperialismus« bezeichnet wird. Sie ist Teil dann auch der ideologischen Verhältnisse dieser geschichtlichen Zeit. Die Geschichte des Kunstbegriffs ist so auch Teil der Krise, aus der die moderne Kunst hervorgeht und die sie in ihrer gesamten Geschichte begleitet.1 Diese Krise besitzt den Charakter einer weltgeschichtlichen Epochenkrise. Sie erwächst organisch aus der ökonomischen Verfassung des Imperialismus und betrifft jedoch nicht nur dessen epochale Gestalt, sondern auch den europäisch-westlichen Zivilisationstyp in seinen Grundlagen wie in seiner Gänze. Weltgeschichtliche Dimension besitzt sie, da mit der kosmopolitischen Expansion des Kapitals der ...

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