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24.09.2013 / Feuilleton / Seite 12

Verdeckte Frauen

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Im August sind wieder mal zwei neue Willy-Brandt-Biographien erschienen. Ihnen zum Trotz setzt sich jedoch langsam die Erkenntnis durch, daß der Auf- und Ausbau der norwegischen Exilorganisationen nicht so sehr Brandt zu verdanken ist, der dort laut Sigrud Evensmo »mehr Norweger als die meisten Norweger«, sondern dessen damaliger Gefährtin Gertrud Meyer. Die junge Lübecker Karstadt-Verkäuferin war aufgrund ihrer Aktivitäten in der Sozialistischen Arbeiterjugend für fünf Wochen in Gestapo-Haft gekommen. Nach ihrer Freilassung folgte sie Brandt im Juni 1933 ins norwegische Exil. Im Gegensatz zu ihm fand sie dort recht schnell eine Arbeitsstelle. Als Putzfrau unterstützte sie ihn finanziell. Wenig später wurde sie vom Psychoanalytiker Otto Fenichel als Sekretärin angestellt und wechselte dann ans Institut von Wilhelm Reich, für den sie im August 1939 die Übersiedlung nach New York vorbereitete, wohin sie bei Kriegsausbruch auch Willy Brandt einlud. Nach dem ...

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