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21.09.2013 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

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Ina Bösecke
Es gibt Filme, in denen Essen absolut keine Rolle spielt. »Hiroshima, mon amour« (Frankreich, Japan 1959) von Alain Resnais zum Beispiel, ein Meisterwerk der frühen Nouvelle Vague. Anhand einer Liebesgeschichte zwischen einer Französin und einem Japaner in Hiroshima werden Krieg, Zerstörung, Verrat, Schuld und Rache verhandelt. Es fragt sich, wie man nach solch monströsen Erlebnissen wie dem Zweiten Weltkrieg weiterleben soll und ob Liebe überhaupt noch drin ist. Aber der Mensch vergißt ja immer sehr schnell.

Inhaltlich ist Resnais erster Langspielfilm ziemlich beklemmend, formal sehr poetisch. Appetit hat man danach, wie gesagt, keinen. Ebenso wenig nach dem Film »Cäsar muß sterben«, einem italienischen Dokumentarfilm von den Brüdern Paolo und Vittorio Taviani (Italien 2012), in dem kunstvoll die Proben und die Aufführung einer Theaterproduktion in einem Gefängnis von Rom gezeigt wird. Mafiosi, Mörder und Drogendealer spielen sich die Seele aus dem Leib...

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