20.09.2013 / Ausland / Seite 6

Hofierter König

In Swasiland darf das Volk heute die Abgeordneten für ein Scheinparlament wählen. Parteien sind verboten

Christian Selz
Am vergangenen Wochenende hat Swasilands König Mswati III. seine jüngste Wahl vorgestellt. Sie fiel auf Sindiswa Dlamini. Die 18jährige, gerade mit der Schule fertig, ist Gewinnerin der diesjährigen königlichen Damenselektion, bei der Tausende Jungfrauen dem Monarchen barbusig vortanzen dürfen. Nun soll sie die 14. oder 15. Frau Mswatis werden – die internationalen Nachrichtenagenturen sind sich da bei der Auszählung nicht ganz einig. Wählen dürfen am heutigen Freitag auch die »Subjekte« des letzten absoluten Königs Afrikas, auch wenn das Angebot nicht ganz so üppig ist. Bei der anstehenden Abstimmung über die Abgeordneten der beiden Parlamentskammern sind sämtliche Parteien verboten, im wichtigeren Senat verteilt seine Majestät zwei Drittel der Sitze gleich selbst.

»Monarchische Demokratie« nennt Mswati dieses System. Den Namen, so erzählte es der 45jährige kürzlich, habe ihm Gott höchstpersönlich zugeflüstert, als der Herr ihm inmitten eines Gewi...

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