Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
18.09.2013 / Inland / Seite 4

Dicke Schlitten bevorzugt

Deutsche Umwelthilfe: Bundesregierung ist verlängerter Arm der Autoindustrie

Michael Merz
Wenn ein Staatsminister von einem Tag auf den anderen zum Cheflobbyisten wird, hat das ein Geschmäckle. Politiker wie Eckart von Klaeden (CDU), nach der Wahl unterm Daimler-Stern statt im Kanzleramt anzutreffen, scheinen jegliches Gespür dafür verloren zu haben, wieviel Nähe zur Industrie moralisch vertretbar ist.

Doch von Klaeden ist nur ein kleiner Fisch im großen Lobbyteich der Autoindustrie. Das wird klar, wenn Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die Nähe von Politik und Boliden beschreibt. Im Stakkato bilanzierte er auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Berlin vier Jahre schwarzgelben Lobbyismus. Autofahrer, Staatskasse, Umwelt – das sind die Leidtragenden einer Politik, die sich nur zu gern im polierten Lack der Limousinen spiegelt.

Die Energieverbrauchskennzeichnung von Autos beispielsweise – ähnlich der Kennzeichnung von Kühlschränken – schien keine schlechte Idee. Doch selbst der ADAC kritis...



Artikel-Länge: 3503 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €