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18.09.2013 / Inland / Seite 5

Finanziell befangen

NSU-Prozeß in München: Verteidiger der mutmaßlichen Neonaziterroristin Beate Zschäpe stellen Ablehnungsgesuch gegen gesamten Strafsenat

Claudia Wangerin, München
Planmäßig sollten am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München Polizeibeamte zum Mord an Mehmet Turgut aussagen, der im Februar 2004 in Rostock bei der Arbeit an einem Imbißstand erschossen wurde und in der Anklageschrift aufgrund einer Verwechslung immer noch »Yunus Turgut« heißt. Zwei Brüder des damals 25jährigen waren angereist, um als Nebenkläger im Saal zu sein, doch dann wurde erst einmal bekanntgegeben, daß die Verteidiger der mutmaßlichen Neonaziterroristin Beate Zschäpe einen Befangenheitsantrag gegen sämtliche Mitglieder des Strafsenats gestellt hatten. Rechtsanwalt Wolfgang Stahl, der nach Absprache mit seinen Kollegen Anja Sturm und Wolfgang Heer diese Woche der Verhandlung fernbleibt, konnte sich mit dem Oberlandesgericht nicht über den Vorschuß für seine Tätigkeit vor der Hauptverhandlung einigen.

Während Stahl für die Prozeßvorbereitung von rund einem Jahr 77000 Euro veranschlagt, um seine Unkosten zu decken, hatte der Senat ihm nur 5000 ...

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