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18.09.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Medien und der UN-Chemiewaffenreport

Sollten die Regierungen der USA und Frankreichs doch noch Syrien bombardieren lassen, begehen sie nach derzeitiger Faktenlage einen Völkerrechtsbruch

Clemens Ronnefeldt
Jede Person, die einigermaßen der englischen Sprache mächtig ist, hat derzeit die Möglichkeit, die Berichterstattung der Medien über den UN-Chemiewaffenbericht bezüglich des Einsatzes von Giftgas in Syrien mit dem Original zu überprüfen. Der Report ist im Internet nachlesbar (kurzlink.de/chemiewaffen-syrien). Auf Seite 8 des PDF-Dokumentes findet sich unter den Punkten 27 bis 30 eine Zusammenfassung, die mit dem Satz endet: »This result leaves us with the deepest concern – Dieses Ergebnis läßt uns mit tiefster Sorge zurück.« Auf den Seiten 22 bis 25 finden sich Aufnahmen von Raketen(teilen) in Damaskus. Während die UN-Experten eine Schuldzuschreibung, wer für den Abschuß der Raketen verantwortlich ist, vermeiden – sie hatten dazu auch nicht den Auftrag –, gehen zahlreiche deutsche Medien über die bloße Berichterstattung der Fakten des Berichts weit hinaus – und klagen...

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