18.09.2013 / Ausland / Seite 7

Schlächterspenden

Reiche Kuwaiter finanzieren in Syrien »Heiligen Krieg«. Aufstand gegen Assad ist längst gekapert, Hauptopfer ist die Bevölkerung

Gerrit Hoekman
Der Krieg in Syrien ist schon lange kein Aufstand mehr für Freiheit und Demokratie. Das Volk flieht vor der Revolte gegen Baschar Al-Assad. Es flüchtet ins Ausland oder sucht Schutz bei der syrischen Armee. Das gilt insbesondere für die Minderheiten im Land, die Alawiten, Christen, Kurden und Armenier. Sie fliehen vor dem Terrorregime islamistischer Rebellen, die den Aufstand gegen das Baath-Regime in Damaskus gekapert und zu einem Religionskrieg gegen Andersgläubige gemacht haben, an dessen Ende ein Kalifat stehen soll.

Tschetschenen, Iraker, Afghanen, Tunesier – Gotteskrieger aus aller Welt sind in Syrien eingefallen. Konservative Sunniten sammeln Geld für den Krieg, allerorten melden sich junge Männer bei den Dschihadisten, rufen Imame zum »Heiligen Krieg« gegen Assad. Auf Facebook kursieren Appelle, Geld zu spenden für die Religionskämpfer in Syrien. »Wer noch nicht für Syrien gespendet hat, der tue es heute. Wer schon gespendet hat, der tue es...

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