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18.09.2013 / Inland / Seite 2

»Ich bin sicher, daß beide Seiten Giftgas haben«

Auch wenn der Westen anderes behauptet: UN-Inspektoren fanden keinen Beweis, daß Assad Sarin einsetzte. Gespräch mit Jan van Aken

Peter Wolter
Jan van Aken ist stellvertretender Vorsitzender der Linkspartei sowie außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag

Die UN haben am Montag das Ergebnis ihrer Chemiewaffenkontrolleure zum Giftgas­einsatz in Syrien vorgelegt. Sind Sie dadurch schlauer geworden? Daß es sich um Sarin handelte, war vorher auch schon bekannt.

Das wurde nur vermutet – jetzt ist es eindeutig nachgewiesen. Das ist wichtig für die strafrechtliche Verfolgung.

Die entscheidende Frage, wer das Gas eingesetzt hat, ist aber immer noch nicht geklärt. Wurde das nicht untersucht?

Die UN-Kontrolleure hatten kein Mandat dafür. Ich behaupte mal, daß weder die USA noch Rußland ein Interesse daran haben. Alle Beteiligten wissen, daß ihre Argumente dünn sind – das trifft nicht nur auf den Bericht des US-Außenministers John Kerry zu, sondern auch auf die Behauptung Rußlands, die Rebellen seien es gewesen.

Beide Seiten haben wohl ein Interesse daran, die Frage lieber ungeklär...


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