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18.09.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Nach Tod Tarifvertrag

Meyer-Werft in Papenburg einigte sich mit der IG Metall auf einen Haustarif für Werkverträge. Damit es dazu kommen konnte, mußten erst zwei Arbeiter sterben

Mirko Knoche
Im niedersächsischen Papenburg starben im Juli zwei Rumänen den Feuertod. Sie lebten in einer Massenunterkunft für Arbeiter, die für einen Subunternehmer der ortsansässigen Meyer-Werft tätig waren. Am Montag dieser Woche vereinbarten die Industriegewerkschaft Metall (IGM) und die Werft einen Haustarifvertrag über die Rechte von Angestellten der Werkvertragsnehmer. Zuvor war eine heftige Debatte um deren Lebens- und Arbeitsbedingungen entbrannt. Zwar kann im Haustarif die Unterbringung nicht geregelt werden, dafür ist die Kommune zuständig. Aber Mindeststandards im Arbeitsverhältnis können in Tarifverträgen durchaus definiert werden. Allerdings wäre es ohne den tragischen Unglücksfall kaum dazu gekommen, wie der Sprecher der IG-Metall Küste, Heiko Messerschmidt, am Dienstag gegenüber jW einräumte. Trotzdem will die Gewerkschaft den Präzedenzfall nutzen, um den ausufernden Werkverträgen auch andernorts Einhalt zu gebieten.

In der Metallbranche hat die IGM ...

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