17.09.2013 / Inland / Seite 8

»Vielleicht sind wir zu kraß aufgetreten«

Nach antirassistischer Demonstration in Rackwitz: Initiatoren wollen Solidarität mit Flüchtlingen stärken. Gespräch mit Juliane Nagel

Jana Frielinghaus
Juliane Nagel ist Stadträtin der Linkspartei in Leipzig und in antirassistischen und antifaschistischen Initiativen aktiv

Am Samstag hat in Rackwitz bei Leipzig eine antirassistische Demonstration stattgefunden, zu der vor allem Leipziger Gruppen aufgerufen hatten, weil in dem Ort eine Bürgerinitiative gegen ein geplantes Asylbewerberheim mobil macht. Es waren aber nur ganz wenige aus dem Ort dabei. Werten Sie die Aktion dennoch als Erfolg?

Ja, wir sind schon zufrieden, daß 200 Leute in so kurzer Zeit zusammengekommen sind, um gegen Rassismus zu demonstrieren – und auch, daß immerhin circa zehn jüngere Leute aus Rackwitz teilgenommen haben. Wir wollten zunächst auch einfach symbolisch dieser sehr homogen wirkenden Stimmung gegen das Heim etwas entgegensetzen.

Die Rackwitzer Bürgerinitiative und die Gemeinderäte haben sich von der Demo ebenso distanziert wie von der Instrumentalisierung durch die NPD und die Einwohner zum Boykott aufgefordert. War de...


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