14.09.2013 / Geschichte / Seite 15

Druck und Fristen

Am 12. September 2003 beschloß der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde das erste Ultimatum an den Iran

Knut Mellenthin
Vor zehn Jahren setzte das »Board of Governors« der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) dem Iran das erste Ultimatum. Die Entscheidung erfolgte einstimmig, also auch mit den Stimmen Rußlands und Chinas. Damit war, mit einer gewissen Vorhersehbarkeit und Zwangsläufigkeit, der Weg zu der gegenwärtigen Konfrontation eingeleitet.

Im Gouverneursrat sind 35 Staaten vertreten, von denen einige ständige Mitglieder sind, andere ernannt und die übrigen 22 nach einem Rotationsverfahren für zwei Jahre gewählt werden. Das Gremium tagt fünfmal im Jahr für jeweils mehrere Tage.

Mit der Resolution vom 12. September 2003 wurde dem Iran eine Frist von sieben Wochen, bis zum 31. Oktober, gesetzt, um der IAEA einen vollständigen Bericht über die gesamte, bis weit in die Zeit des im Januar 1979 endenden Schah-Regimes zurückreichende Geschichte seines Atomprogramms vorzulegen. Das beinhaltete insbesondere eine genaue Aufstellung aller importierten Materialien und Gerät...



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