14.09.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Ihr seid Mörder!«

Die Proteste in der Türkei flammen wieder auf – und der Staat reagiert wie gewohnt: mit brutaler Gewalt

Sükriye Akar und Thomas Eipeldauer
Am Freitag, den 6. September, rückten Polizeieinheiten auf dem Campus der Technischen Universität des Nahen Ostens (ODTÜ) in Ankara ein und eröffneten den »Heißen Herbst«, dem die Türkei nun entgegensieht. Einige hundert Menschen hatten dort zuvor ein Camp errichtet und so gegen ein Straßenbauprojekt protestiert. Ein Teil einer Schnellstraße soll durch den zu der renommierten Hochschule gehörenden Wald, der als grüne Lunge der Hauptstadt gilt, führen. Nach der Räumungen solidarisierten sich Tausende, es kam zu Straßenschlachten, schnell flammten auch in anderen türkischen Großstädten wieder Proteste auf.

Die Ähnlichkeiten zu den Massenprotesten anläßlich der Umstrukturierung des Istanbuler Gezi-Parks im Mai und Juni dieses Jahres sind offensichtlich: Wieder geht es um Bäume. Und wieder geht es um viel mehr. Die politischen Ziele der Bewegung blieben dieselben, denn am Vorgehen der AKP-Regierung änderte sich nichts. Sie ist nach wie vor neoliberal und aut...

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