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10.09.2013 / Inland / Seite 4

»Geordneter Rückzug«

Bevölkerungsschwund als Deregulierungschance: Forschungsinstitute empfehlen Abbau von Infrastruktur auf dem Lande, Rentenkürzungen und ähnliches

Jana Frielinghaus
Der Bevölkerungsrückgang ist als Teil der unseligen »Demographiedebatte« seit Jahren ein Thema für Medien, Forschungsinstitute und neoliberale Thinktanks. Am Montag warfen das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und das Potsdamer »Institute for Advanced Sustainibility Studies« (IASS) eine neue Broschüre über dessen Folgen für die Versorgung ländlicher Regionen auf den Meinungsmarkt. Tenor der Publikation unter dem Titel »Vielfalt statt Gleichwertigkeit«: Der Bevölkerungsschwund mache die Versorgung der Verbliebenen mit Wasser, Strom, medizinischer Hilfe, Bildung und öffentlichem Nahverkehr immer teurer – zu teuer. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts, hatte schon im August verlangt, die Politik müsse sich endlich vom »Primat gleichwertiger Lebensverhältnisse verabschieden« und einen »Ordnungsrahmen für das Kleinwerden, mancherorts sogar für den geordneten Rückzug schaffen«. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in allen ...

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