10.09.2013 / Feuilleton / Seite 13

Parodien in Weiß

Jonas Engelmanns Buch über Gesellschaftsbilder im Independent-Comic ist ein Glücksfall

Sven Jachmann
Der deutschsprachige Comicmarkt schwingt sich in punkto Vielfalt seit einigen Jahren zu neuen Höhen auf, aber für Publikationen einer begleitenden Comictheorie gilt das nur bedingt. Der jährliche Ausstoß an Readern, Monographien, historischen Grundlagewerken oder analytischen Einführungen geht über den zweistelligen Bereich nicht hinaus. Jonas Engelmann, Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Mitinhaber des Ventil Verlags, hat nun seine Doktorarbeit über »Gesellschaftsbilder im Independent-Comic« veröffentlicht, und diese – Achtung: kontrafaktische Spielerei! – zählte wohl auch dann noch zum Besten, wenn die hiesige Comicforschung so viele Publizisten hervorbringen würde wie die Wirtschaftswissenschaften Kapitalismusapologeten.

Engelmanns wichtigster Stichwortgeber ist Ole Frahm. Dessen 2010 veröffentlichtes Buch »Die Sprache der Comics« (Philo Fine Arts) war gleichermaßen ein comictheoretischer Glücksfall. Beide halten die Ankunft de...

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