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28.12.2000 / Inland / Seite 0

»Aktion Noteingang« kontra »Notausgang«

Hallenser »Initiative Zivilcourage« fordert von Bundesregierung »antifaschistische Prävention«

Martin Schramme

Erst hetzten sie ihn durch die Neustadt, dann stachen sie ihm ein Auge aus. Halles Nazis haben einem Mocambiquaner, Familienvater, verheiratet und schon zu DDR-Zeiten Arbeiter beim Waggonbau Ammendorf, schwer zugesetzt. Das ist mehr als ein Jahr her. Doch rassistische Gewalt und Pöbeleien, faschistische Propaganda, Aufmärsche und Randale sind im Jahre zehn nach dem Ende der DDR in Sachsen-Anhalts Kulturhauptstadt weiter alltäglich.

Doch lange vor der aktuellen Orgie naiver Betroffenheitsbekundungen haben hier Bürger damit begonnen, sich gegen den braunen Sumpf zur Wehr zu setzen. So hat die »Initiative Zivilcourage Halle« im Herbst die in Brandenburg bereits im vergangenen Jahr von Antifaschisten initiierte »Aktion Noteingang« auch in Halle eingeführt. Inzwischen befinden sich stadtweit an 1 000 Gebäuden sowie an den Straßenbahnen und Bussen die gelb-schwarzen Aufkleber, die Schutz vor rassistischer und faschistischer Gewalt anbieten. Zwei große Transparen...

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