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24.08.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Cholera-Alarm aus USA

Washington wirft Havanna vor, den Ausbruch einer möglichen Epidemie zu vertuschen. Was wirklich los ist

Volker Hermsdorf, Havanna
Ich habe eine schlechte Nachricht: deine Nieren funktionieren nicht mehr. Bist du mit einer Dialysebehandlung einverstanden?« fragt mich Dr. Reinaldo Menendez bei der Visite und jagt mir damit einen gewaltigen Schreck ein. Menendez ist Professor für Innere Medizin, Spezialist für Tropenkrankheiten und einer der leitenden Ärzte des »Instituts für Tropenmedizin Pedro Kourí« (IPK) in Havanna, in das ich Anfang August mit einer Cholera-infektion eingeliefert worden war.

»Mach dir keine Gedanken«, beruhigt mich der Arzt nach einem Blick in mein besorgtes Gesicht. »Die Dialyse kostet zwar 100 CUC pro Behandlung (ungefähr 75 Euro, V.H.) aber wenn du kein Geld hast, behandeln wir dich auch. In Kuba wird niemandem, der arm ist, Hilfe verweigert.« Meine Sorge hatte allerdings mehr dem akuten Nierenversagen als den Kosten der Behandlung gegolten, die nur einen Bruchteil dessen ausmacht, was vergleichbare Leistungen in Deutschland kosten, eine Dialyse zum Beispiel z...

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