19.08.2013 / Inland / Seite 5

Nach Europa gebombt

Flüchtlinge aus Libyen und ihre Unterstützer demonstrierten am Samstag in zwei deutschen Großstädten für einen Aufenthaltsstatus

Martin Dolzer
Für einen Aufenthaltsstatus der »Lampedusa-Flüchtlinge« haben am Samstag bis zu 3000 Menschen in Hamburg und rund 300 in Berlin demonstriert.

»Ohne den Krieg in Libyen und die katastrophale Menschenrechtslage für Flüchtlinge in Italien wären wir nicht hier. Wir sind erschöpft und zermürbt von einer langen, unfreiwilligen und grauenhaften Reise. Wir suchen ein Ende der Verweigerung unseres Lebensrechts«, sagte Affo Tschassei, ein Sprecher der Gruppe auf der Demonstration in Hamburg. »Wir haben uns zusammengeschlossen und fordern eine kollektive Lösung zum Beispiel im Rahmen einer Anerkennung gemäß Paragraph 23 Aufenthaltsgesetz.«

Auf Hamburgs Straßen sowie als Notbehelf in Kulturzentren, der St.-Pauli-Kirche und einer Moschee leben seit einigen Monaten mehr als 300 Kriegsflüchtlinge aus Libyen – sie hatten in dem Land, das vor der NATO-Intervention 2011 für afrikanische Verhältnisse gut entwickelt war, eine Perspektive gefunden und stammen zum Groß...



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