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17.08.2013 / Inland / Seite 4

Justiz drangsaliert Atomwaffengegner

Friedensaktivist wehrt sich gegen Strafbefehl wegen Aufforderung zu Sitzblockaden am Fliegerhorst Büchel

Michael Merz
Für sein Engagement gegen Atomkraft und Nuklearwaffen hat Hermann Theisen schon mehrfach den Arm des Gesetzes zu spüren bekommen. Nun ist es wieder soweit. Theisen verteilte Flugblätter, die zur Sitzblockade des Fliegerhorstes Büchel Anfang August (jW berichtete) aufriefen. Hier werden, so sind sich nicht nur Friedensaktivisten sicher, unter strengster Geheimhaltung die letzten amerikanischen Atomwaffen auf deutschem Boden gelagert.

Vor dem Haupttor des Stützpunktes wurde der Flugblattverteiler am 22. Mai vertrieben. Die Bundeswehr erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, die Polizei erteilte Platzverweise. Zwei Tage später stand Theisen mit den Flugblättern vor dem Bahnhof Koblenz. Ein Staatsanwalt gesellte sich dazu, erkannte im »Aufruf zu gewaltfreien Aktionstagen in der Eifel« sofort »Gefahr in Verzug« und ließ 125 Flugblätter beschlagnahmen.

Doch damit nicht genug. Die Rechnung erhielt Theisen Anfang August per Strafbefehl vom Amtsgericht Koble...



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