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10.08.2013 / Ausland / Seite 8

»Nur wenige schaffen es, nach Melilla zu kommen«

Die Lage von Flüchtlingen, die über die spanische Enklave nach Europa wollen, wird immer dramatischer. Gespräch mit Miriam Edding

Gitta Düperthal
Miriam Edding ist Mitarbeiterin der »Stiftung do«. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die Menschenrechte von Migranten an den EU-Außengrenzen. Vor kurzem hat sie Flüchtlingsselbsthilfeorganisationen in Marokkos Hauptstadt Rabat und in Oujda besucht

Immer wieder versuchen Flüchtlinge von Marokko aus ins spanische Melilla zu gelangen, um in Europa Asyl zu bekommen. Was findet dort aktuell statt?

Melilla ist eine Enklave auf marokkanischem Gebiet, die Stadt gehört aber zu Spanien. Bekommen afrikanische Flüchtlinge dort einen Fuß auf den Boden, können sie nach europäischem Recht Asyl beantragen. Flüchtlinge nutzen diesen Weg seit Jahren, die Situation hat sich aber extrem zugespitzt.

Ihre Versuche werden zunehmend verzweifelter. Gruppen von Migranten leben selbstorganisiert in Plastikzelten in Wäldern in der Umgebung von Nador und Tanger. Sie warten auf ihre Chance, nach Melilla oder in die andere spanische Enklave Ceuta zu kommen. Oder sie warten auf eine Üb...


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