10.08.2013 / Geschichte / Seite 15

Putsch für Öl

Am 13. August 1953 begann der von den USA und Großbritannien geleitete Staatsstreich gegen den gewählten iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh

Sofian Philip Naceur
Im November 1979, kurz nach der Islamischen Revolution im Iran, stürmten Studenten die US-Botschaft in Teheran. Das Gebäude wurde besetzt, Geiseln genommen und die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten offiziell beendet. Die Geiselnahme ist ein Symbol für das Ende des US-amerikanischen Einflusses im Iran und ein Beispiel für die fatalen Folgen interventionistischer Außenpolitik.

Der von der CIA und dem britischen Geheimdienst MI6 organisierte Putsch gegen den iranischen Premierminister Mohammad Mossadegh im August 1953 war eine Zäsur in der damals jungen Geschichte des Geheimdienstes und ein wichtiger Beweggrund für die Botschaftsbesetzung 1979. Washington war die treibende Kraft hinter dem Sturz und eine Stütze des letzten Monarchen Mohammad Reza Pahlavi, der das Land 25 Jahre autokratisch regieren sollte. Die Ereignisse 1953 bestimmen die Geschicke des Landes noch heute, brachten die Proteste gegen den Schah 1979 doch die Mullahs an die Ma...

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