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09.08.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Es geht um Kohle

Brandenburger CDU-Landespolitiker wirbt für heimischen Energieträger. Der ist trotz hoher ­CO2-Emission profitabel, weil staatlich gestützt

Wolfgang Pomrehn
Irgendwie muß das Sommerloch gefüllt werden, wird sich Ingo Senftleben gedacht haben. Der Mann sitzt für die oppositionelle CDU im Brandenburger Landtag und hat seinen Wahlkreis in der Lausitz. Also rührt er die Trommel für eine Unterschriftensammlung zum Erhalt des dortigen Braunkohlereviers.

Aber ist das denn bedroht, mögen sich da die Einwohner der Region im Südosten des Landes fragen. Durchaus nicht. Erst im Mai hatte der Braunkohlenausschuß des Bundeslandes beschlossen, das Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Teilfeldes II im Tagebau Welzow-Süd fortzusetzen. In dem Gremium sind unter anderem Vertreter der Kreise und kreisfreien Städte sowie auch von Wirtschaftsverbänden und der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg vertreten. Seine Aufgabe ist die Mitwirkung bei der Planung von Tagebauen und deren spätere Sanierung.

Welzow liegt im äußersten Südosten Brandenburgs unweit der polnischen Grenze. Der Ort wird bereits von zwei alten Tagebaus...



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