08.08.2013 / Medien / Seite 15

Halboffenes Gefängnis

Erdogans Pressefreiheit: In der Türkei sitzen 64 Journalisten im Gefängnis, Dutzende verloren ihren Job

Can Merey, dpa (Istanbul)
Yigit Bulut gehört zu den Journalisten, die in der Türkei keine Repressionen zu befürchten haben. Bei den landesweiten Protesten schlug sich der einstige Regierungskritiker auf die Seite von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Für Aufsehen sorgte der Chefredakteur eines privaten TV-Senders mit teils bizarr anmutenden Äußerungen. So verdächtigte er Medienberichten zufolge die Lufthansa, die Demonstrationen zu unterstützen, um den geplanten Bau eines Großflughafens in Istanbul zu torpedieren. Bulut warnte auch, fremde Mächte wollten Erdogan durch Telekinese, also durch übersinnliche Methoden, ermorden. Erdogan ernannte Bulut im Juli zu einem seiner Berater.

Während Bulut – der nach der Ernennung mit den Worten zitiert wurde, er würde notfalls sein Leben für Erdogan geben – nun einen neuen Job hat, haben viele regierungskritische Journalisten seit kurzem gar keinen mehr. Die Journalistengewerkschaft TGS berichtete vor kurzem, 59 Journalisten...

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